Mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, der Maximilian-Nitze-Medaille, wurde Prof. Kurt Miller für seine besonderen Verdienste für das Fach Urologie geehrt.

Miller ist Senior Consultant Professor Urologie an der Urologischen Klinik der Berliner Charité. Von 2007 bis 2018 war er Direktor der Urologischen Klinik der gesamten Charité Campus Mitte, Campus Benjamin Franklin und Campus Virchow Klinikum sowie Leiter des Prostatakarzinomzentrums der Charité.

Quelle: DGU

Bei Verdacht auf Prostatakrebs können Radiologen mit der Magnetresonanz­tomographie (MRT) verdächtige Gewebebereiche identifizieren, die gezielt biopsiert werden sollten. Damit ließe sich die Erkennungsrate von Prostatakrebs deutlich steigern. Voraussetzung dafür ist jedoch eine korrekte Beurteilung der MRT-Bilder. Mit künstlicher Intelligenz (KI) könnte diese Befundung noch verbessert werden, wie eine Studie in Radiology zeigt (2019; doi: 10.1148/radiol.2019190938).

Die aufwendige Beurteilung komplexer MRT-Bilder setzt erfahrene Radiologen voraus, um eine hohe Qualität der Diagnostik zu garantieren. „Es besteht daher dringender Bedarf, die Effizienz bei der Interpretation der Bilder zu steigern“, sagt David Bonekamp, Radiologe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Ein Forscherteam aus dem DKFZ und der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg konnte nun zeigen, dass KI verdächtige Bereiche in der Prostata-MRT ähnlich sicher identifiziert wie erfahrene Radiologen und diese bei der Beurteilung der Bilder unterstützen kann.

Das am DKFZ entwickelte Verfahren basiert auf einem künstlichen neuronalen Netzwerk, das aus vielen Bildern lernt, woran verdächtige Veränderungen erkannt werden können. Dieses Netzwerk wurde zunächst an den MRT-Aufnahmen einer Gruppe von 250 Patienten trainiert. Anschließend evaluierten die Forscher das fertige Modell in einer unabhängigen Gruppe von 62 Patienten, die es während des Trainings nicht gesehen hatte.

Das Ergebnis: Die Erkennungsrate von klinisch relevantem Prostatakrebs lag für die KI bei 92 %, während die Radiologen 88 % der Patienten erkannten, die an einem klinisch relevanten Tumor erkrankt waren. Von den untersuchten Männern, die tatsächlich krebsfrei waren oder deren Tumoren nicht als behandlungsbedürftig galten, identifizierte die KI 47 % korrekt, die Radiologen 50 %. Die Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant.

Automatisch erkannte verdächtige Herde zeigten eine gute Übereinstimmung mit klinischen Läsionen, die die Radiologen definiert hatten. Weiterhin stieg die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines klinisch relevanten Karzinoms an, wenn sowohl Radiologen als auch das künstliche neuronale Netzwerk einen verdächtigen Befund gemeinsam als suspekt diagnostizierten.

„Die Ergebnisse zeigen uns, dass die künstliche Intelligenz für die klinische Diagnostik großes Potenzial bereithält“, sagt Bonekamp. In einem nächsten Schritt wollen die Heidelberger Forscher und Ärzte diese und ähnliche Methoden weiterentwickeln und in größeren Gruppen von Patienten validieren, sowie in einer prospektiven Studie erproben, um die Tauglichkeit für den Einsatz im klinischen Alltag zu evaluieren.

Quelle: DKFZ

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gibt derzeit keine Empfehlung für ein Screening auf Hodenkrebs. Hodenkrebs werde auch ohne regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen in den meisten Fällen rechtzeitig erkannt und sei gut behandelbar. Zugleich bitte das IQWiG um Stellungnahmen zum HTA-Bericht.

Der Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Hodens, die in einem Hoden beginnt und im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter betreffen kann. Vor allem junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren sind betroffen. Im Auftrag des  IQWiG haben Wissenschaftler der Universitäten Hall in Tirol und München sowie der Gesundheit Österreich GmbH Wien nun untersucht, ob eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 16 Jahren zu besseren Behandlungsergebnissen bei Hodenkrebs führt.

Auf Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse kommt die Arbeitsgruppe zu dem Schluss, dass ein solches Screening nicht empfohlen werden kann. Dies gilt besonders für die ärztliche Tast- bzw. Ultraschalluntersuchung, aber auch für Tasteigenuntersuchungen. Bei Auffälligkeiten am Hoden sollten Männer generell nicht zögern, diese diagnostisch bei einer Ärztin oder einem Arzt abklären zu lassen. Zu diesem vorläufigen HTA-Bericht bittet das Institut bis zum 8. November 2019 um Stellungnahmen. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Health-Technology-Assessment (kurz: HTA) in dem durch Gesetzesauftrag 2016 gestarteten IQWiG-Verfahren „ThemenCheck Medizin“.

Hodenkrebs tritt meist schon im frühen Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf und ist die häufigste bösartige Neubildung bei jungen Männern. Mit einem Anteil von 1,6 Prozent an allen Krebserkrankungen bei Männern gehört der Hodenkrebs insgesamt jedoch zu den seltenen Krebsarten. Durchschnittlich erkranken nur 11 von 100.000 Männern jährlich neu an Hodenkrebs. Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich. Bei mehr als 85 Prozent aller Neuerkrankungen haben die Patienten zuvor wegen einer festgestellten schmerzlosen Schwellung oder einer tastbaren Verhärtung des Hodens eine Ärztin oder einen Arzt aufgesucht. Primäre Therapie ist die Entfernung des betroffenen Hodens. Bevorzugtes Vorgehen nach der Entfernung des betroffenen Hodens ist die aktive Überwachung, lediglich bei Patienten mit ungünstigem Risikoprofil erwägen die Ärztinnen und Ärzte eine adjuvante Chemotherapie zur Verminderung des Rezidivrisikos.

Wegen der zum Teil etwas schlechteren Prognose und aggressiveren Therapie in den (seltenen) fortgeschrittenen Tumorstadien stellt sich die Frage nach dem Nutzen von Früherkennungsmaßnahmen. Denkbar wären beispielsweise eine Aufforderung und Anleitung zur systematischen Selbstuntersuchung oder eine regelmäßige ärztliche Tast- und Ultraschalluntersuchung jüngerer Männer im Rahmen eines Früherkennungsprogramms.

Männer in Deutschland haben derzeit erst nach dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Inspektion und Abtastung der äußeren Geschlechtsorgane im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Der Hodenkrebs tritt jedoch vor allem im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf.

Zu der Frage, ob regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen für Männer zu besseren Behandlungsergebnissen bei Hodenkrebs führen, liegen keine Interventionsstudien vor. Wegen der niedrigen Inzidenz der Erkrankung, der guten Behandelbarkeit und drohender Überdiagnosen ist ein Hodenkrebs-Screening jedoch nicht empfehlenswert. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hall in Tirol, München und der Gesundheit Österreich GmbH Wien im Auftrag des IQWiG.

Das Expertenteam zeigt auf, warum bei regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen ein größerer Schaden als Nutzen nicht auszuschließen wäre: Hodenkrebs ist eher selten und wird auch ohne regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen in den meisten Fällen in einem relativ frühen Stadium entdeckt – sodass dieser dann mit guten Heilungschancen behandelbar ist. Selbst in fortgeschrittenen Stadien werden bei der Behandlung von Hodenkrebs gute Ergebnisse erzielt. Dem geringen Nutzenpotenzial stehen mögliche Schäden durch unnötige Hodenfreilegungen oder -entfernungen im Rahmen der Abklärung von verdächtigen Screeningbefunden gegenüber. Die bei gezielter Untersuchung häufig entdeckten Hodenanomalien können die Betroffenen zudem beunruhigen und einen unnötigen Ressourcenverbrauch nach sich ziehen. Vor allem bei der ärztlichen Untersuchung ist nicht auszuschließen, dass in der Betrachtung der gesamten Zielpopulation der zu erwartende Schaden durch mehr unnötige invasive Abklärungen den zu erwartenden Nutzen übersteigt.

Die ärztliche Tast- und Ultraschalluntersuchung sollte deshalb weder als regelmäßige Früherkennungsuntersuchung in der gesetzlichen Krankenversicherung noch als individuelle Gesundheitsleistung angeboten werden. Die Tasteigenuntersuchung ist vermutlich mit geringerem Schadenspotenzial verbunden und scheint bei besorgten jungen Männern nach entsprechender Aufklärung und Anleitung eher vertretbar. Im Rahmen der üblichen Gesundheitserziehung sollte Männern geraten werden, bei Auffälligkeiten am Hoden zeitnah eine ärztliche Untersuchung zur diagnostischen Abklärung in Anspruch zu nehmen. Vor dem Hintergrund der niedrigen Inzidenz und der relativ guten Behandelbarkeit des Hodenkrebses erscheinen aufwändige, methodisch hochwertige randomisierte Interventionsstudien kaum angemessen, um die fehlende Evidenz zum Screening auf Hodenkrebs zu generieren.

Interessierte Personen und Institutionen können nun bis zum 8. November 2019 schriftliche Stellungnahmen zum vorläufigen HTA-Bericht „Hodenkrebs: Führt eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 16 Jahren zu besseren Behandlungsergebnissen?“ beim IQWiG einreichen. Diese werden gesichtet und gegebenenfalls in einer mündlichen Anhörung mit den Stellungnehmenden diskutiert. Danach wird der HTA-Bericht finalisiert. Alle Dokumente werden auf der Website „ThemenCheck-medizin.iqwig.de“ veröffentlicht sowie an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) übermittelt.

Quelle: IQWiG

Schätzungen zufolge sind etwa 40 Prozent der über 70-Jährigen in Deutschland inkontinent. Entsprechend viele ältere Patienten werden wegen ihrer Inkontinenz behandelt. Daher brauchen die betreuenden Ärzte Behandlungsleitfäden und Studien, um bestmöglich behandeln zu können. Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen. Die AG hat in akkurater Detailarbeit rund 500 Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf ältere Patienten bewertet. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer aktualisierten Leitlinie zu Harninkontinenz veröffentlicht.

„Wir haben in der interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppe nach monatelanger Arbeit jetzt eine Leitlinie erarbeitet, die den behandelnden Ärzten ganz klare Handlungsempfehlungen mit auf den Weg gibt“, sagt Professor Andreas Wiedemann (Foto), Leiter der DGG-Arbeitsgruppe und Chefarzt der Urologischen Klinik am Evangelischen Krankenhaus Witten. Als Beispiel nennt er die Harnblasen-Langzeitdrainage: „Es ist erstmals fest definiert, dass ein Blasenkatheter zur Inkontinenzbehandlung erst dann erlaubt ist, wenn alle anderen Therapien nicht anwendbar oder gewünscht sind. Bislang wurden Katheter vorschnell gelegt“, sagt Wiedemann. Die Leitlinie hat den S2e-Status der zertifizierenden Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erhalten. Damit ist offiziell bestätigt, dass eine systematische Evidenz-Recherche stattgefunden hat.

Es ist die bislang einzige deutschsprachige Leitlinie zu diesem Themenkomplex. Diese schlägt eine Bresche durch den Studiendschungel. „Viele Studien-Autoren definieren ältere Patienten allein durch das Alter 65+. Das greift aber zu kurz“, erklärt Wiedemann. „Ein geriatrischer Patient ist gekennzeichnet durch Vulnerabilität, Multi-Morbidität – er hat also mehrere Krankheiten – und er ist deutlich älter, nämlich über 75 Jahre. Zudem gibt es deutliche Unterscheide zwischen Mann und Frau. Wir haben daher alle Studien-Ergebnisse genau geprüft, ob sie für geriatrische Patienten überhaupt relevant sind.“ So sind beispielsweise operative High-End-Methoden wie die sakrale Neuromodulation, sogenannte „Blasen-Schrittmacher“, für geriatrische Patienten nicht geeignet.

Besonders wichtig ist dagegen das Toilettentraining. Unter diesen Sammelbegriff fallen verschiedene Methoden. Dies kann der Gang zur Toilette zu festen Zeitpunkten sein. Aber auch die regelmäßige Frage, ob der Betroffene Harndrang verspürt, ist eine wichtige Interventionsmaßnahme. So wird die Aufmerksamkeit des Patienten auf die Blase gelenkt. Selbst gebrechliche ältere Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen sprechen auf diese Form des Verhaltenstrainings gut an – und die Methoden sind naturgemäß frei von Nebenwirkungen. Allerdings ist hier die kontinuierliche Unterstützung der Pflegenden gefragt, zum Beispiel durch Angehörige, Partner oder Pflegepersonal.

Ein weiterer Schwerpunkt der Leitlinie ist die Untersuchung von Nebenwirkungen breit eingesetzter Medikamente aus dem internistischen oder hausärztlichen Bereich. So können beispielsweise bestimmte Antidepressiva die Blase blockieren und sollten entsprechend nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet werden. Aber auch klassische Medikamente gegen Inkontinenz dürfen bei geriatrischen Patienten nur mit Bedacht eingesetzt werden. So verändern manche dieser sogenannten Anticholinergika die Kognition und können zu einem erhöhten Sturzrisiko führen – ein fatales Risiko für hochbetagte Patienten.

Eine Besonderheit der Leitlinie ist, dass sie die Kosten der unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen klar benennt. In einem zunehmend teurer werdenden Gesundheitssystem ist dies ein wichtiger Wegweiser für die Klinik oder den niedergelassenen Hausarzt beziehungsweise den Urologen. Dabei ist wichtig zu wissen: Die Kosten für die Erstellung der Leitlinie wurde von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe komplett selbst getragen – ein Sponsoring durch Medizin- oder Pharmaindustrie fand nicht statt.

An der Erarbeitung der Leitlinie waren sowohl Geriater als auch Urologen beteiligt – einige davon sind klinisch tätig, andere sind niedergelassen. „Durch die interdisziplinäre Arbeit wurde wirklich jeder Aspekt von unterschiedlichen Blickwinkeln aus beleuchtet“, betont Wiedemann. „Allen Arbeitsgruppen-Mitgliedern gemeinsam war: Wir sind praktisch tätig und haben täglich mit inkontinenten Patienten zu tun. Ich bin daher sicher, dass die Leitlinie eine wertvolle Arbeitshilfe für alle Kolleginnen und Kollegen sein wird, die geriatrische Patienten behandeln.“

Weitere Informationen zur Leitlinie Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, Diagnostik und Therapie: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/084-001.html

Quelle: DGG

Forschung und Forschungsförderung gehören zu den Schwerpunkten der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU): Dies unterlegen zahlreiche Förderprojekte der Fachgesellschaft, zu denen sie mit der „DGU-Reinhard-Nagel-Förderung für Forschungsanträge“ jetzt eine weitere Initiative hinzugefügt hat. „Das gerade gestartete neue Programm soll urologische Forscher finanziell und durch kompetentes Mentoring darin unterstützen, für ihre Forschungsvorhaben erforderliche Drittmittel bei hochkarätigen öffentlichen Förderinstitutionen wie insbesondere der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Krebshilfe (DKH) zu beantragen“, sagt DGU-Generalsekretär Professor Dr. Maurice Stephan Michel. Bei der Zahl erfolgreicher Förderanträge für Forschungsprojekte aus der Urologie gebe es erheblichen Nachholbedarf.

Die Unterstützung der DGU bei der meist sehr aufwändigen Beantragung von Drittmitteln seitens öffentlicher Förderinstitutionen richtet sich gleichermaßen an etablierte Forscherinnen und Forscher wie an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Bis zu 8000 Euro kann die DGU-Reinhard-Nagel-Förderung je Forschungsantrag bewilligen. „Mit dieser Unterstützung soll es Antragstellern ermöglicht werden, für die Ausarbeitung des Vollantrags nicht nur eine Schreibkraft, sondern auch einen erfahrenen wissenschaftlichen Tutor hinzuzuziehen und entsprechend zu honorieren“, sagt Prof. Dr. Michel. Er ist zuversichtlich, dass dieser „Antragsservice“ der DGU dazu beitragen wird, die Forschung im Fachgebiet Urologie weiter voranzubringen.

Zentrale Voraussetzung für eine Förderung nach dieser neuen DGU-Initiative ist die Promotion in Medizin mit abgeschlossener oder laufender urologischer Facharztausbildung. Für die Unterstützung muss der Antragsteller eine Skizze seines angestrebten Forschungsprojekts vorlegen und die Förderinstitution benennen, von welcher Drittmittel für das Projekt eingeworben werden sollen. Nach Prüfung und Billigung des Antrags durch die Reinhard-Nagel-Kommission der DGU fließt eine erste Förderrate und ein Tutor kann beauftragt werden. Die zweite Förderrate wird freigegeben, nachdem binnen sechs Monaten ein Vollantrag für externe Forschungsmittel ausgearbeitet und bei der Förderungsinstitution eingereicht worden ist.

Ansprechpartner für den Antragsservice und für eine individuelle Beratung im Vorfeld ist Dr. Christoph Becker, Forschungskoordinator der DGU und ständiger Berater der Arbeitsgruppe urologische Forschung (AuF) der Fachgesellschaft. Die exakten Bewerbungsmodalitäten sind hier auf der Webseite der AuF gelistet.

Die Finanzierung der „DGU-Reinhard-Nagel-Förderung für Forschungsanträge“ erfolgt aus dem Vermögen der ehemaligen Reinhard-Nagel-Stiftung, die wegen der dauerhaft schlechten Zinsentwicklung für fest angelegte Gelder aufgelösten worden war. „Der DGU-Vorstand hat beschlossen, das Stiftungsvermögen für Zwecke der Forschungsförderung bereitzustellen. So wurde das neue Förderprogramm in einem Statut fixiert, und die DGU setzt die Mittel nun als Anschub für Antragsverfahren um externe Drittmittel und damit als Unterstützung der Forschung in der Urologie ein“, so DGU-Forschungskoordinator Dr. Becker.

Quelle: DGU

17. Oktober 2019

Kurt Miller erhält die Maximilian-Nitze-Medaille

Kategorie: News Autor: Anja Zimmermann
Mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, der Maximilian-Nitze-Medaille, wurde Prof. Kurt Miller für seine besonderen Verdienste für das Fach Urologie geehrt. Miller ist Senior Consultant Professor Urologie an der Urologischen…